Freitag, 31.05.2024 / 19:00

Jenobi

Konzert
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Die aus Göteborg stammende Künstlerin Jenny Apelmo Mattsson erfand 2020 ihren Künstleralias, um selbstbestimmt und kompromisslos eigene Musik schaffen zu können. Jenobi ist für die Schwedin seither zu einer heiligen Oase geworden, wo ihre Kreativität ungehindert fließen kann.

Knapp vier Jahre nach ihrem Debut Patterns veröffentlicht Jenobi im Mai 2024 ihr zweites Album. Die aus Göteborg stammende Künstlerin Jenny Apelmo Mattsson erfand 2020 ihren Künstleralias, um selbstbestimmt und kompromisslos eigene Musik schaffen zu können.

Jenobi ist für die Schwedin seither zu einer heiligen Oase geworden, wo ihre Kreativität ungehindert fließen kann. Genau an diesem Ort ist „Irregularity“ entstanden. Ein halbes Jahr lang schloss sich die in Hamburg lebende Musikerin in ihrem Studio ein und ließ 11 neue Songs entstehen, die sie nicht nur selbst geschrieben, sondern auch eigenständig aufgenommen und produziert hat.

Kein Problem für die Multiinstrumentalistin, der es schon immer wichtig war, den Jenobi Sound individuell und unabhängig zu kreieren und dadurch seine Einzigartigkeit zu stärken. Die bereits aus Patterns bekannte mystisch-skandinavische Melancholie trifft nun auf markante Beats, die zusammen mit der charakteristisch zarten Stimme eine ganz neue Dimension eröffnen. Außergewöhnliche, elektronische Elemente erinnern teilweise an Björk und The Knife, während selbstbewusster Sprechgesang zu lässigen Basslines eine Attitüde hervorbringen, die wir bei Künstlerinnen wie Rosalia und Noga Erez wiederfinden.

Irregularity steht dabei längst nicht nur für musikalische Innovation, sondern liefert auch eine starke Message, die Apelmo Mattsson nun aus ihrer Oase in die Welt heraustragen möchte. Viele Talfahrten und Herausforderungen prägten die 13-jährige Erfahrung als Musikerin, die sich stehts in einer männerdominierten Branche behaupten musste. Doch während Patterns destruktive Verhaltensmuster thematisiert, berichten die neuen Songs von einem neu erlangten Bewusstseinszustand und Stärke. Nach der Trauer kommt die Wut – das spiegelt sich in Texten, gespickt mit clever- ironischem Humor, die ein bittersüßes Gefühl hinterlassen, dass sofort süchtig macht. So gelingt es Apelmo Mattsson patriarchalische Strukturen mit einem selbstbewussten Schmunzeln zu kritisieren.

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